03. Jan. 2019
Andreas Firnau

Wie kann ein Extranet bei der digitalen Transformation unterstützen?

Mit der digitalen Transformation steigt auch der Wunsch nach digitalen Dienstleistungen. Was bedeutet das konkret für ein Unternehmen und wie kann dieser Wunsch am besten erfüllt werden?

Mit der steigenden Digitalisierung steigt auch der Wunsch der Anspruchsgruppen eines Unternehmens nach digitalen Dienstleistungen. Egal ob Kunden, Händler oder Partner – alle möchten schnell und unkompliziert und vor allem digital auf Informationen, wie Vertragsdaten, Support-Hilfethemen oder Unternehmensinformationen zugreifen können. Doch nicht nur die Informationsbereitstellung wird in einem digitalen Kanal erwartet. Auch Prozesse und Funktionen sollten immer mehr schnell, einfach und in einem ersten Schritt selbst online von den Kunden und Partnern gefunden und selbst durchgeführt bzw. angestoßen werden können. Dazu gehören Vertragsverlängerungen, Bestellungen oder das Einreichen benötigter Informationen. Die Bandbreite ist groß. Diese Möglichkeiten zu bieten, wird immer entscheidender, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Viele sehen die Lösung in einem Extranet. Doch was genau ist ein Extranet und wie kann es Sie in Ihrer digitalen Transformation unterstützen?

 Unternehmensportale

 

Was ein Extranet leistet

Ein Extranet ist der Überbegriff für gängige Portalarten, wie beispielsweise ein Kunden-, Händler- oder Lieferantenportal. Gleichzusetzen ist der Extranetbegriff mit einem Service Portal, Online Portal oder Unternehmensportal.

Alles beschreibt eine webbasierte Plattform, die Informationen sammelt und den Usern zentral zur Verfügung stellt. Geschäftsorientiere Applikationen, Informationen, Services und Dienstleistungen werden in einem Extranet in einem geschützten Bereich digital und benutzerspezifisch bereitgestellt. Im Fokus der Portale liegt eine erfolgreiche Customer Experience. Zentral sind dafür folgende Vorteile eines Extranets:

1. Integration
Ein modernes Portal integriert sämtliche Systeme und Informationen in einem. Es bricht Informationssilos auf und ermöglicht so Kunden, Händlern, Partnern oder Lieferanten einen einfachen Zugang zu den benötigten Ressourcen. Denn zu viele Touchpoints, die genutzt werden müssen, um ein Anliegen zu lösen, führen bei den Anspruchsgruppen der Unternehmen schnell zu Frust. So kann der Kunde beispielsweise Fragen im Portal selbst klären und Zubehör direkt bestellen.

 

2. Konsistenz
Wenn Information von verschiedenen Stellen eingeholt werden müssen, passiert es schnell, dass diese inkonsistent werden. Durch den zentralen Zugang in einem Portal wird das vermieden und eine einfache und immer aktuelle Informationsverbreitung kann gewährleistet werden. Besonders Händler profitieren so zum Beispiel von immer konsistenten Angaben, wie etwa dem aktuellen Provisionssatz.

 

3. Personalisierung
Durch den spezifischen Log-In der User wird nicht nur eine rollenspezifische, sondern sogar eine personalisierte Informations- und Prozessbereitstellung ermöglicht. So erhält der Kunde, Partner oder Händler immer nur den benutzerdefinierten und aufbereiteten Content, den er wirklich braucht. Dadurch können nicht nur Cross- und Up-Sell-Potenziale genutzt werden, sondern die erhöhte Personalisierung stellt auch einen Wettbewerbsvorteil dar.

Extranet mit unymira und Liferay DXP:

 

Was für Extranetarten gibt es?

Das Portfolio eines Extranets ist sehr umfangreich. Je nach Anspruchsgruppe, die mit dem Online Portal unterstützt werden sollen, bietet es sich an, ein eigenes Portal aufzubauen. Entsprechend werden die folgenden Arten eines Portals unterschieden:

 

Kundenportal

Händlerportal

Jeder kennt es, jeder hat es. Speziell Strom- oder Telefonanbieter sind hier schon sehr gut aufgestellt. Dort wird den Kunden online ein persönlicher Bereich zur Verfügung gestellt, der Vertragsdaten einsehen, Rechnungen abrufen oder im Fall der Telekommunikationsbranche das neueste Handy bestellen lässt. Zusätzlich können mit der Community Fragen rund um das Smartphone diskutiert werden. Das zeichnet ein klassisches Kundenportal aus. Informationen und Funktionen werden bereitgestellt, die es ermöglichen, leicht Cross- und Up-Sell Potenziale zu nutzen und die Customer Experience zu erhöhen.

 

Händlerportal

Im Fokus dieses Portals stehen Händler. Dabei können Händler klassische Vertriebspartner oder Makler sein. Im Portal unterstützt der Hersteller beispielsweise durch die Bereitstellung neuer Marketingmaterialien, neuester Produktinformationen oder den neuen Provisionskonditionen. Funktionen, wie z.B. das Einreichen der benötigten Vertragsdaten des neu gewonnen Kunden, erleichtern die klassischen Geschäftsprozesse, die zwischen Hersteller und Händler bestehen.

 

PartnerportalServiceportal global

Partner eines Unternehmens ist ein weitreichender Begriff. Darunter fallen auch die Lieferanten. Im Fokus dieses Portals steht vermehrt der Informations-austausch und die Kollaboration. Zentral, einfach und digital können Lieferprozesse dokumentiert werden, Eingangs-bestätigungen verschickt oder Informationen zum neuen Zulieferteil abgelegt werden. Bei Projektpartnern stehen spezifische Team- und Projekträume zur Verfügung, die Timings, Aufgaben, Abhängigkeiten und Verantwortlich-keiten ebenso definieren wie die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg.

 

Produktportal

Etwas abweichend vom Schema, aber doch oft bekannt ist das Produktportal. Dieses bietet, spitzer zugeschnitten als das Kundenportal, Informationen und Funktionen rund um das erworbene Produkt. So können passendes Zubehör, Support-Themen oder eine erste Selbstanalyse bei der Fehlermeldung im Portal abgebildet werden. Shop, Ticketing und Support sind die entscheidenden Funktionen.

 

Welche Wettbewerbsvorteile Sie noch durch ein Extranet erreichen? Unsere Infografik gibt Aufschluss darüber.

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